KOSPI kämpft um 7.000-Punkte-Marke, Bank of Korea weist auf Rekord-Volatilität hin

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KOSPI kämpft um 7.000-Punkte-Marke, Bank of Korea weist auf Rekord-Volatilität hin

Der südkoreanische KOSPI-Index fiel am Donnerstagmorgen zunächst auf 6.920 Punkte, bevor er sich auf 7.058,06 erholte, was einem Tagesanstieg von 0,09% entspricht. Laut Bank of Korea (BOK) erlebte der Index in diesem Jahr die größte Tagesvolatilität aller großen Märkte.

Die BOK berechnete eine tägliche Volatilität von 4,1%, etwa doppelt so hoch wie in Japan und Taiwan. Samsung Electronics, SK Hynix, Hyundai Motor und LG Energy Solution notierten zu Beginn der Session schwächer, da ausländische Investoren Aktien im Netto-Wert von 496,4 Milliarden Won verkauften.

Halbleiter-Konzentration sorgt für Kursausschläge

Im Kreditbericht vom September stellte die BOK fest, dass der KOSPI von über 9.200 Punkten im Vormonat auf den Bereich um 6.200 gefallen ist. Grund dafür ist die starke Gewichtung des Halbleitersektors. Samsung und SK Hynix machen 51,2% des Index aus und waren für 69,3% des Rückgangs während des Ausverkaufs verantwortlich.

Der KOSPI will die Marke von 7.000 Punkten halten. Der KOSPI will die Marke von 7.000 Punkten halten. Bildquelle: Trading View

Zwei-fach gehebelte Exchange-Traded Funds (ETFs), die an die beiden Chip-Hersteller gebunden sind, wuchsen nach der Börsennotierung im Mai innerhalb eines Monats von 3,33 Milliarden auf 10,7 Milliarden USD, sagte Vize-Gouverneur Park Jong-woo. Auch die Retail-Margin-Darlehen erreichten einen Rekordwert, bevor sie sich während der Korrektur deutlich verringerten.

Öl und Renditen erhöhen den Druck

Das anfängliche Kursminus am Donnerstag erfolgte, als Brent-Öl erneut über 100 USD pro Barrel notierte, bedingt durch die erneuten Kämpfe im Nahen Osten, während die US-Staatsanleiherendite mit zehn Jahren Laufzeit bei etwa 4,84% lag. Die südkoreanische, importabhängige Wirtschaft ist besonders anfällig für Energieschocks.

Diese Session war zudem von der sogenannten „vierfachen Hexensabbat" geprägt, was zusätzliche, derivatgetriebene Volatilität auslöste, während die KOSPI-Rallye der Chip-Werte zu halten versuchte. Die Analystin Han Ji-young von Kiwoom Securities geht dennoch davon aus, dass Aktienrückkäufe und zurückkehrende ausländische Käufer für Unterstützung sorgen könnten.

Die BOK empfahl eine stärkere Überwachung der gehebelten ETFs und wies darauf hin, dass deren jüngstes Schrumpfen die Notwendigkeit weiterer Kontrollen nicht beseitigt.

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