Zwei Chip-Aktien erzielen diese Woche Durchbruch, Nvidia ist nicht dabei

BeInCrypto
Apri BeInCrypto
Zwei Chip-Aktien erzielen diese Woche Durchbruch, Nvidia ist nicht dabei

Die Intel Corporation (INTC) und Advanced Micro Devices (AMD) haben in der vergangenen Woche mehrmonatige Widerstände überwunden. Nvidia (NVDA) stieg dagegen nur um 2,12 %, während Broadcom (AVGO) fiel, was auf eine Rotation im Bereich der KI-Chips hinweist.

Intel schloss am Mittwoch bei 106,24 USD und AMD bei 521,10 USD. Beide fielen im vorbörslichen Handel am Donnerstag etwas zurück und beide notieren weiterhin unter ihren Höchstständen aus 2026.

TradingView Heatmap des US-Sektors für elektronische Technologien der vergangenen WocheTradingView-Heatmap des US-Sektors für elektronische Technologien der vergangenen Woche / Quelle: TradingView

Server-CPU-Mangel verschafft Intel und AMD Preissetzungsmacht

Der Anstieg basiert auf einer Veränderung, wie KI-Anwendungen Rechenleistung beanspruchen. Während das Training überwiegend auf GPUs ausgerichtet war, benötigen neuere agentische Systeme CPUs, um Aufgaben zu koordinieren und Daten zu übertragen.

Analysten erwarten jetzt, dass das Verhältnis von GPU zu CPU, das früher etwa bei acht zu eins lag, sich in Richtung Gleichstand bewegt. AMD rechnet daher mit einem Markt für Server-CPUs von 120 Milliarden USD im Jahr 2030, ausgehend von einem aktuellen Wert nahe 30 Milliarden USD.

Die Angebotslage bestätigt diese Nachfrage. Intel hat Rückstände, die über sechs Monate hinausgehen, und EPYC-Prozessoren sind faktisch bis 2026 ausverkauft. Die Preise für Server-CPUs sind pro Quartal um 10 % bis 35 % gestiegen.

Beide Unternehmen haben zudem eigene Impulse gesetzt. DigiTimes meldete, dass Intel im Oktober eine CPU-Preiserhöhung um 10 % plant. Northland bewertete die Aktie mit „Outperform" und gab ein Kursziel von 120 USD an. AMD adressierte auf der Citi Global Technology Conference einen adressierbaren Markt von 3 Bio. USD, und Piper Sandler hat die Beobachtung der Aktie mit „Overweight" aufgenommen.

Intel durchbricht Abwärtstrend und testet 103,49 USD

Intel bewegte sich im August seitwärts, knapp unter dem Preis von 95 USD aus dem 20-Milliarden-Dollar-Aktienangebot. Die Aktie durchbrach am 4. September ihre abfallende Widerstandslinie.

Volumen und Nachrichten traten gleichzeitig auf. Am Freitag legte Intel um 4,5 % zu, am 8. September dann um 9 %. Der zweite Sprung erfolgte nach einer Meldung, dass Nvidias Intel-Beteiligung nun 30 Milliarden USD wert ist.

Der aktuelle Kurs bewegt sich im Bereich des 0,382er-Fibonacci-Retracements bei 103,49 USD. Das Swing-High vom 15. Juli bei 109,30 USD markiert den nächsten Widerstand.

INTC Tages-ChartINTC Tages-Chart / Quelle: TradingView

Der tägliche Relative Strength Index (RSI) zeigte die Erholung zuerst. Er durchbrach seinen eigenen Abwärtstrend Anfang August, etwa einen Monat vor dem Kurs. Diese Linie diente dann am 24. August als Unterstützung.

Der RSI liegt aktuell nahe 63 und steigt. Werte über 70 bedeuteten im April während des Intel-Anstiegs allerdings noch keine Begrenzung, denn der RSI erreichte da knapp 87.

INTC Tages-RSI-ChartINTC Tages-RSI-Chart / Quelle: TradingView

AMD bricht aus Dreieck aus und wandelt 514,39 USD in Unterstützung um

AMD bewegte sich seit Mitte Juni bis zum 9. September in einem symmetrischen Dreieck. Die Aktie schloss an diesem Tag bei 521,10 USD und durchbrach die obere Begrenzung. Damit wurde das vorherige Swing-High bei 514,39 USD überschritten, welches nun als Unterstützung dienen sollte.

Der Bereich zwischen 540 und 555 USD ist die nächste Angebotszone und liegt unter dem Allzeithoch von 584,73 USD.

AMD berichtete für das zweite Quartal Rechenzentrums-Umsätze von 6,7 Milliarden USD, ein Anstieg um 107 %. Für das dritte Quartal wird ein Umsatz von etwa 13 Milliarden USD erwartet. Während die Gewinne stiegen, bewegte sich der Aktienkurs kaum, was das Kurs-Gewinn-Verhältnis verringerte. Das Forward-KGV liegt nun bei etwa 47, während der Rückblickwert über 130 lag.

AMD Tages-ChartAMD Tages-Chart / Quelle: TradingView

Das Handelsvolumen hat den eigenen Abwärtstrend aus dem Mai durchbrochen, bleibt aber unter den Höchstständen vom Jahresanfang.

Die beiden Konstellationen sind unterschiedlich. Intel versucht eine Umkehr und notiert 25 % unter dem 52-Wochen-Hoch. AMD setzt den Aufwärtstrend fort, liegt aber nur 11 % unter dem Höchststand.

Geldflussdaten hatten bereits gezeigt, dass institutionelle Halter AMD gegenüber Nvidia bevorzugen. Es bestehen jedoch weiterhin Risiken, denn Intel Foundry hat im vergangenen Quartal 2,089 Milliarden USD Verlust gemacht und AMDs Gaming-Umsatz ist um 31 % gesunken.

Lesen Sie die Originalgeschichte Zwei Chip-Aktien erzielen diese Woche Durchbruch, Nvidia ist nicht dabei von Jakub Dziadkowiec auf de.beincrypto.com