Berkshire investiert 17 Milliarden USD zusätzlich in Google: Warum macht sich Michael Burry Sorgen?

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Berkshire investiert 17 Milliarden USD zusätzlich in Google: Warum macht sich Michael Burry Sorgen?

Berkshire Hathaway meldete einen Anstieg seiner Alphabet-Beteiligung um 17 Milliarden USD im zweiten Quartal. Damit ist die Google-Mutter nun Berkshires drittgrößte Beteiligung an einer Aktiengesellschaft.

Die Meldung erfolgte wenige Tage, nachdem Investor Michael Burry den neuen CEO Greg Abel wegen seiner Ausgaben kritisierte. Berkshires neueste 13F-Mitteilung zeigte zudem die ersten Netto-Aktienkäufe nach 14 Quartalen.

Alphabet wird zur zentralen Beteiligung

Berkshire hält nun fast 106 Millionen Alphabet-Aktien (GOOGL). Der Bestand umfasst sowohl die Klasse A als auch Klasse C. Er ist etwa 36,6 Milliarden USD wert.

Damit liegt Alphabet knapp vor der Coca-Cola-Beteiligung, die bei 35,1 Milliarden USD liegt. Sie übertrifft allerdings weiterhin nicht Apples Position mit 69,7 Milliarden USD. American Express ist mit 51,9 Milliarden USD ebenfalls größer.

Circa 60% der neuen Aktien wurden über eine Privatplatzierung bezogen. Alphabet und Berkshire gaben diesen 10-Milliarden-USD-Deal im Juni bekannt. Die übrigen 7 Milliarden USD investierte Berkshire über den offenen Markt.

Zudem steigerte Berkshire seine Beteiligung an Delta Air Lines um 44% und investierte etwa 1,6 Milliarden USD zusätzlich. Diese Investition bedeutet eine Abkehr von Warren Buffetts langjähriger Skepsis gegenüber Airline-Aktien. Bereits 2020 hatte Berkshire vier Fluggesellschaften mit Verlust verkauft.

Die jüngsten Meldungen von Berkshire Hathaway zeigen, dass das Portfolio sich der 300-Milliarden-USD-Marke nähert.Die jüngsten Meldungen von Berkshire Hathaway zeigen, dass das Portfolio sich der 300-Milliarden-USD-Marke nähert. Bildquelle: 13F.info

Berkshires Anteil an Macy's stieg um 142%, das entspricht etwa 100 Millionen USD zusätzlich. Bei Lennar, einem Hausbauer, kamen 280 Millionen USD hinzu. Im selben Quartal verkündete Berkshire zudem die Übernahme von Taylor Morrison für 6,8 Milliarden USD.

Burry schlägt Alarm

Michael Burry hatte die Subprime-Hypothekenkrise 2008 vorhergesagt. Auf Substack schrieb er, dass er von Berkshire enttäuscht sei.

„Meine größte Sorge bei Berkshire Hathaway war, dass, wenn Warren schließlich zurücktritt, sein Nachfolger zu alt ist und ansonsten nicht Warren, also nicht seine Geduld für den perfekten Moment haben wird. Ich glaube, diese Sorge ist nun eingetreten."

Quelle: Yahoo Finance

Burry erkannte an, dass Abel bisher nur einen Teil des Barbestands ausgegeben hat. Der Bestand hatte Anfang des Jahres ein Rekordhoch von 397 Milliarden USD erreicht. Im zweiten Quartal sank er auf etwa 360 Milliarden USD. Burry betont, dass der übrige Bestand weiterhin groß ist.

Er sagte, Abels bisherige Entscheidungen wirkten wie „Testläufe" und nicht wie echte Investitionen. Er rät dennoch niemandem, die Aktie zu verkaufen. Dennoch hat Burry in der Vergangenheit zusammen mit Buffett vor Marktrisiken gewarnt.

Beide Aktienklassen verloren in dieser Woche über 3%. Der Rückgang erfolgte trotz Berkshires erstem größeren Aktienrückkauf seit zwei Jahren. Alphabet-Aktien gaben zuletzt ebenfalls nach, aus anderen Gründen im Zusammenhang mit KI-Abgängen.

Abels Vorgehen könnte auf eine echte strategische Neuausrichtung hindeuten, oder sie sind, wie Burry sagt, erste vorsichtige Schritte. Die nächsten Maßnahmen Berkshires könnten zeigen, was zutrifft.

Lesen Sie die Originalgeschichte Berkshire investiert 17 Milliarden USD zusätzlich in Google: Warum macht sich Michael Burry Sorgen? von Darryn Pollock auf de.beincrypto.com