EZB plant den Euro direkt auf der Blockchain: Bedeutet das das Ende der Stablecoins in Europa?

BeInCrypto
BeInCrypto에서 열기
EZB plant den Euro direkt auf der Blockchain: Bedeutet das das Ende der Stablecoins in Europa?

Die Europäische Zentralbank (EZB) möchte Euro direkt auf einer Blockchain ausgeben. Vorstandsmitglied Isabel Schnabel sprach sich am Freitag auf dem Jackson Hole Symposium klar dafür aus, und zeigte zudem eine deutliche Haltung zu Stablecoins.

Sie spricht über Geld, das Banken für Abwicklungen untereinander nutzen. Es geht also nicht um die Euro in Ihrem Konto. Sie erklärte, dass tokenisierte Märkte ein Asset brauchen, das nur eine Zentralbank erschaffen kann.

Warum Schnabel Stablecoins als Abwicklungsgeld ablehnt

Ein Stablecoin kann nahezu vollkommen sicher aufgebaut sein. Schnabel erkennt dies an. Ihr Einwand betrifft jedoch die Situation danach.

In Krisenzeiten möchten alle sofort Bargeld. Eine Zentralbank kann mehr davon erschaffen. Ein Herausgeber eines Stablecoins kann das nicht.

Als Beispiel nennt sie die Bankenkrise 1907. Damals war Geld an die Bestände von Staatsanleihen bei Banken gebunden, dadurch konnte die Geldmenge nicht vergrößert werden. Das Federal Reserve Act 1913 löste dieses Problem.

„Stablecoins sind am besten als Ergänzung zu Zentralbankgeld und nicht als Ersatz dafür zu verstehen", heißt es auszugsweise in ihrer Rede.

Folgen Sie uns auf X, um stets die aktuellsten Nachrichten zu erhalten

Die Angebotszahlen zeigen, warum Europa sich beeilt. Dollar-basierte Stablecoins bewegen etwa 304 Milliarden USD, wie Daten von DeFiLlama zeigen. Auf den Euro lautende Token belaufen sich auf weniger als 1 Milliarde USD.

Gesamte Stablecoin-Marktkapitalisierung. Quelle: DeFiLlamaGesamte Stablecoin-Marktkapitalisierung. Quelle: DeFiLlama

Wenn private Token für die Abwicklung genutzt werden, findet diese in Europa mit Dollar statt. Kryptowährungen wurden erst dieses Jahr in die Jackson Hole Agenda der Fed aufgenommen. Auch andere Zentralbanker äußerten ähnliche Warnungen zu Stablecoins.

Pontes-Start bringt EZB-Geld auf einen Ledger

Pontes startet im nächsten Monat. Das Projekt verknüpft die TARGET Services, Rückgrat der Euro-Zonen-Abwicklung, mit Blockchain-Plattformen für den Markt.

BREAKING:🇪🇺ECB confirms Pontes will go live in September 2026, linking market DLT platforms to TARGET Services for atomic settlement in central-bank money

Europe is moving toward 24/7, programmable, multi-currency settlement

This is bullish for $QNT $LINK $XRP

Deep dive later https://t.co/n54N9u2oXG pic.twitter.com/nMXQExbbuY

— X Finance Bull (@Xfinancebull) August 26, 2026

Die Systeme wurden bereits zuvor getestet, vor allem von Mai bis November 2024. In diesem Zeitraum nutzten 64 Institute aus neun Ländern 58 Anwendungsfälle. Sie wickelten dabei fast 1,6 Milliarden EUR in Zentralbankgeld ab.

Die endgültige Gutschrift bleibt zunächst innerhalb von TARGET2. Smart Contracts und der Betrieb rund um die Uhr folgen später.

Schnabel prüfte drei Wege:

Token direkt ausgeben Über eine Brücke vom heutigen System verbinden oder Ein privates Unternehmen tokenisiert Reserven über ein Omnibus-Konto.

Sie bevorzugt die erste Lösung, da die anderen beiden die EZB lediglich als Außenstehenden einbeziehen und keine Repo-Geschäfte im Code ermöglichen.

Ein zweites Projekt, Appia, prüft noch, ob Europa ein gemeinsames Ledger oder mehrere braucht. Als Beispiel nannte sie Lise aus Frankreich, Halter der ersten europäischen Lizenz für eine tokenisierte Börse, was zeigt, dass Tokenisierung Märkte auch für kleinere Unternehmen öffnet.

Lesen Sie die Originalgeschichte EZB plant den Euro direkt auf der Blockchain: Bedeutet das das Ende der Stablecoins in Europa? von Lockridge Okoth auf de.beincrypto.com