Gold-Kurs beendet sechsmonatige Korrektur, Bullen verteidigen wichtige Trendlinie

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Gold-Kurs beendet sechsmonatige Korrektur, Bullen verteidigen wichtige Trendlinie

Der Goldpreis liegt am Montag bei 4.643,95 USD und erreicht damit ein Drei-Monats-Hoch, nachdem er etwa 17% vom Tiefpunkt im Juli gestiegen ist. Die COMEX-Futures für Dezember haben erstmals seit mehr als drei Monaten die Marke von 4.700 USD überschritten.

Mit dieser Entwicklung endet eine Korrektur, die am Rekordhoch vom Januar bei 5.598 USD begann und etwa 26 Wochen andauerte. Im Wochen- und Tages-Chart ist nun sichtbar, dass der Abwärtstrend gebrochen ist.

Die Rallye hat sich in der vergangenen Woche beschleunigt, nachdem die US-Staatsverschuldung die Marke von 40 Bio. USD überschritten hat. Finanzminister Scott Bessent hat daraufhin die Rückkäufe der Schulden verdoppelt, während der Dollar-Index unter die Marke von 100 gefallen ist. Die Zentralbanken haben die Nachfrage durch den Kauf von 289 Tonnen Gold im zweiten Quartal zusätzlich gestärkt, was einem Anstieg von 62% im Jahresvergleich entspricht.

Gold hits ,700 for the first time in more than 3 months 📈 📈 pic.twitter.com/nhFU46Fzc0

— Barchart (@Barchart) August 24, 2026

Wochen-Chart überschreitet den 20-Wochen-Durchschnitt

Im Wochen-Chart lag das Korrekturtief bei 3.942,92 USD. Dieser Wert entspricht dem 0,5-Fibonacci-Retracement des Anstiegs, der 2024 begonnen hat. Zudem befindet er sich im Unterstützungsbereich zwischen 3.900 und 4.000 USD.

Gold fiel bei diesem Test unter 4.000 USD. Der wöchentliche RSI lag jedoch nur knapp unter 40 und erreichte nie den überverkauften Bereich unter 30. Dieses Muster deutet daher eher auf eine Korrektur innerhalb eines bullischen Trends hin, nicht auf eine Trendwende.

Vom Hoch im Januar aus gesehen, fiel der Goldpreis innerhalb von etwa 26 Wochen um rund 29%.

XAU Wochen-Chart / Quelle: TradingviewXAU Wochen-Chart / Quelle: Tradingview

In der Woche bis zum 21. August hat sich das Chartbild geändert. Gold konnte erstmals seit April wieder über dem 20-Wochen-Durchschnitt schließen. Zudem lag die gleiche Kerze über dem 0,382-Fibonacci-Retracement bei 4.333,52 USD.

Dieses Retracement liegt im Bereich zwischen 4.300 und 4.400 USD, der von November 2025 bis Mai 2026 als Widerstand diente. Wenn ein Fibonacci-Level und eine sechsmonatige Angebotszone gemeinsam überschritten werden, verstärkt das das Signal.

Der wöchentliche RSI liegt jetzt bei etwa 60. Daher ist noch Spielraum vorhanden, bis das Momentum ausgereizt erscheint.

Wichtige Goldpreis-Marken, da der tägliche RSI über 70 liegt

Im Tages-Chart zeigt sich der Auslöser. Gold hat Anfang August in der Nähe von 4.100 USD eine fallende Trendlinie überwunden, die seit dem Rekord am 28. Januar bestand. Seit diesem Ausbruch ist der Kurs um etwa 13% gestiegen.

Danach hat die Aufwärtsbewegung zwischen dem 6. und dem 19. August in der Zone zwischen 4.300 und 4.400 USD pausiert. Diese Seitwärtsbewegung spricht eher für eine Aufnahme als für eine Erschöpfung der Bewegung.

Der tägliche RSI beträgt nun 71,7 und liegt damit erstmals seit Januar über 70. Der wöchentliche RSI von 60 zeichnet ein anderes Bild. Im Gegensatz zum Tages-Chart gibt es im mittelfristigen Bild noch weiteren Spielraum.

XAU Tages-Chart / Quelle: TradingviewXAU Tages-Chart / Quelle: Tradingview

Diese Konstellation spricht für eine Pause vor dem nächsten Widerstand und nicht für eine sofortige Ablehnung.

Widerstand beginnt ab 4.700 USD und liegt dann in der Zone zwischen 4.750 und 4.800 USD, was dem 0,236-Fibonacci-Retracement bei 4.816,80 USD entspricht. Darüber hinaus deutet die gemessene Bewegung von der Basis bei 3.900 USD auf ein Ziel von etwa 4.900 USD hin.

Goldman Sachs hat dasselbe Jahresendziel von 4.900 USD und hat es im Juni von 5.400 USD gesenkt. Die Bank sieht 4.400 USD auch als mögliches Abwärtsziel, falls die US-Notenbank die Zinsen anhebt.

Die Unterstützung beginnt jetzt bei 4.500 USD. Ein Wochenschlusskurs unter 4.300 USD würde den Ausbruch hinfällig machen. Ein Rückfall auf 3.900 USD würde das bullische Szenario beenden.

Gold notiert weiterhin etwa 17% unter dem Rekordhoch. Der Wochenschluss am Freitag wird bestätigen oder widerlegen, ob die Rückeroberung hält. Am selben Tag hält zudem Notenbankchef Kevin Warsh seine erste Rede in Jackson Hole.

 

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