Kraken baut das Krypto-Gateway für Wall Street auf, verschiebt aber den eigenen Börsengang

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Kraken baut das Krypto-Gateway für Wall Street auf, verschiebt aber den eigenen Börsengang

Drei der größten Börsengruppen der Welt bringen ihre Aktien über Kraken auf die Blockchain. Die Payward-Muttergesellschaft von Kraken ist jedoch noch nicht bereit, sich selbst zu listen. Sie strebt das zweite Quartal 2027 frühestens an.

Payward reichte im November 2025 einen vertraulichen Entwurf für die Registrierung ein. Im März 2026 pausierte das Unternehmen den Prozess. Personen, die mit den Plänen vertraut sind, nennen das Jahr 2027.

Kraken Baut die Infrastruktur, die Wall Street will

Am 1. September stimmte Payward zu, die 100 größten Unternehmen aus London zu tokenisieren. Sie werden zu xStocks, Token, die eins zu eins durch echte Aktien gedeckt sind. Der Plan für tokenisierte London-Aktien richtet sich an Investoren in mehr als 110 Ländern. Für Personen im Vereinigten Königreich und in den USA ist der Zugang ausgeschlossen.

Payward and the London Stock Exchange are partnering to advance the tokenization of UK equity markets.

In the coming weeks, the 100 largest London-listed equities will go live as xStocks, bringing 24/7, programmable onchain access to investors in more than 110 countries.…

— Payward (@Payward) September 1, 2026

Die London Stock Exchange plant, diese Token unter dem Namen LSE 24 auf ihrer rund um die Uhr geöffneten Handelsplattform anzubieten, sobald die Regulierungsbehörden zustimmen. Seit Juni 2025 hat Payward ein Handelsvolumen von 40 Milliarden USD mit xStocks erzielt und mehr als 200.000 Halter gewonnen.

Nasdaq hat im März eine ähnliche Vereinbarung unterschrieben. Gemeinsam mit Payward entwickelt Nasdaq ein Gateway, damit tokenisierte Aktien lückenlos zwischen regulierten Handelsplätzen und öffentlichen Blockchains transferiert werden können. Der Start ist für die erste Hälfte 2027 geplant.

Die Deutsche Börse zahlte im April 200 Millionen USD für einen Anteil von rund 1,5%. Sogar Hyperliquid kann so US-Trader erreichen.

Warum die Verzögerung des Kraken-Börsengangs sinnvoll ist

Der Preis vom April deutet auf eine Bewertung von fast 13,3 Milliarden USD hin. Payward sammelte im November 800 Millionen USD ein, bei einer Bewertung von 20 Milliarden USD. Die Runde wurde von Jane Street und Citadel Securities angeführt. Wall Street kaufte die Infrastruktur, bewertete sie dann aber um ein Drittel niedriger.

Das Handelsgeschäft erklärt diese Vorsicht. Der bereinigte Umsatz im zweiten Quartal stieg um 17% auf 508 Millionen USD. Das bereinigte EBITDA sank im Jahresvergleich um 71% auf 23 Millionen USD. Das Handelsvolumen der Plattform fiel um 18% auf 310 Milliarden USD.

Trotzdem kaufte Payward weiter während des Jahres der ausbleibenden Kryptobörsengänge. Im Mai erwarb das Unternehmen die Derivate-Plattform Bitnomial. Damit vervollständigte Payward eine in den USA regulierte Derivate-Infrastruktur, die nun vermietet werden kann.

„Die Branche um uns herum konsolidiert sich. Wir haben dieses Unternehmen gegründet, damit wir dann am schnellsten wachsen", so Arjun Sethi, Co-CEO von Payward, im Quartalsbrief des Unternehmens.

In diesem Brief wird die Börsennotierung nicht erwähnt. Die Infrastruktur entsteht zunächst für die Märkte anderer Anbieter. Offen bleibt, ob öffentliche Investoren künftig für Infrastruktur oder wie bisher für Handelsgebühren zahlen möchten.

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