Europäischer Gaspreis auf Drei-Jahres-Hoch: Winterlager auf niedrigstem Stand seit 13 Jahren

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Europäischer Gaspreis auf Drei-Jahres-Hoch: Winterlager auf niedrigstem Stand seit 13 Jahren

Die europäischen Erdgaspreise haben den höchsten Stand seit über drei Jahren erreicht, da neue US-Angriffe auf den Iran die Sorge vor anhaltenden Störungen der Energieflüsse aus dem Persischen Golf verstärkten.

Europas Referenzwert, die niederländischen Frontmonat-Futures, stiegen im frühen europäischen Handel auf 73,85 Euro je Megawattstunde. Damit ist der Preis im vergangenen Monat um etwa 25% gestiegen. Zum Zeitpunkt des Artikels lag er bei 72,2 Euro.

Chart der niederländischen Frontmonat-FuturesChart der niederländischen Frontmonat-Futures. Quelle: TradingView

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Geringe Speicher fügen Europa Verwundbarkeit hinzu

Der Frontmonat-Kontrakt ist seit Ende 2022 nicht mehr so hoch gehandelt worden, wie das Wall Street Journal berichtet. Die Kursrallye zeigt ein bereits bestehendes Angebotsproblem, das nicht erst seit den neuesten Spannungen besteht.

Die Gasspeicher der EU waren in der letzten Augustwoche zu 63% gefüllt. Damit liegt der Stand deutlich unter dem August-Durchschnitt von 80% der vergangenen Jahre.

Speicherbetreiber füllen die Speicher normalerweise den Sommer über auf, wenn Nachfrage und Preise niedriger sind. Gasanalyst Greg Molnar sagte, dass bei gleichbleibendem Tempo die EU-Gasspeicher nur auf 72 Milliarden Kubikmeter wachsen könnten.

Damit wären die Bestände 20% oder 19 Milliarden Kubikmeter unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Dies wäre zudem der niedrigste Speicherstand seit 2013.

„Niedrige Speicherstände erhöhen natürlich das Risiko einer stärkeren Preisvolatilität im Winter“, sagte er.

Energiekosten erreichen die Verbraucherpreise

Der Schock wirkt sich bereits auf die Inflationsdaten der Eurozone aus. Die Inflation stieg in den zwölf Monaten bis August auf 3,3%, nach 2,9% im Juli. Die Energie verursachte diesen Anstieg, die Inflation beschleunigte auf 14,3%. Die Kerninflation ging auf 2,4% zurück.

Spannungen rund um die Straße von Hormus erschweren zudem die Erholung der regionalen Exporte von Flüssigerdgas (LNG). Etwa 20% der globalen LNG-Transporte passieren diese Wasserstraße.

Analysten bei ING erklärten, dass Europa derzeit Asien bei den LNG-Ladungen übertrifft, wenn die Transportkosten eingerechnet werden. Allerdings erwarten sie, dass der Wettbewerb zwischen den Regionen zunimmt, falls die Liefermengen aus Katar bis zum Jahresende niedrig bleiben.

Analysten von Goldman Sachs erklärten, dass der Referenzwert womöglich auf über 100 Euro je Megawattstunde steigen müsse, sollte sich der Export aus dem Nahen Osten nur langsam bis 2027 normalisieren. Gleichzeitig erklärte Morningstar-Analyst Tancrede Fulop gegenüber CNBC, dass ein kalter Winter die Preise in den Bereich von 90 bis 120 Euro treiben könnte.

Der Preisdruck wirkt sich auch auf andere Risiko-Vermögenswerte aus. Asiatische Aktien fielen nach Angriffen auf den Iran, während der Bitcoin (BTC) auf die gleichen Ereignisse reagierte.

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Lesen Sie die Originalgeschichte Europäischer Gaspreis auf Drei-Jahres-Hoch: Winterlager auf niedrigstem Stand seit 13 Jahren von Kamina Bashir auf de.beincrypto.com