Gold-Optionshändler setzen nach 8-%-Kursgewinn im August auf weitere Gewinne

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Gold-Optionshändler setzen nach 8-%-Kursgewinn im August auf weitere Gewinne

Optionen-Investoren zahlen laut Susquehanna immer häufiger für Aufwärtschancen bei Gold und nicht mehr für Absicherung nach unten, während die implizite Ein-Monats-Volatilität beim Metall aktuell nahe an den letzten Tiefständen liegt.

Das stellt eine deutliche Veränderung gegenüber dem Sommer dar, als der Schutz durch Puts noch höher bewertet wurde.

Gold gab seine Gewinne für 2026 ab, bevor Juli für Erholung sorgte

Gold schloss März, April, Mai und Juni mit Verlust ab. Das Metall verlor in dieser Zeit über 25 %, womit die Gewinne für das Jahr zunichtegemacht wurden.

US-Luftschläge gegen Iran führten zu steigenden Ölpreisen und stärkten Inflationssorgen. Dadurch erhöhten sich die Erwartungen an Zinserhöhungen der Federal Reserve, und die gestiegenen Realrenditen belasteten einen Vermögenswert ohne eigene Rendite.

Im Juli endete diese Serie mit einem Anstieg von etwa 2 %. Gold-ETFs verzeichneten in diesem Monat Zuflüsse von drei Milliarden USD und beendeten damit zwei Monate an Nettoabflüssen.

Im August setzte sich diese Erholung fort. Gold kletterte wieder über die Marke von 4.300 USD. Der Kurs liegt damit bisher mehr als 8 % über dem Wert zu Monatsbeginn.

Gold (XAU) Entwicklung im August. Quelle: TradingViewGold (XAU) Kursentwicklung im August. Quelle: TradingView

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Skew dreht Richtung Calls, während Volatilität günstig bleibt

Der Optionsmarkt hat sich im Zuge der Rallye neu bewertet. Chris Murphy, Co-Leiter der Derivate-Strategie bei Susquehanna, verwies auf den Kauf von 8.000 November-460-Calls auf den SPDR Gold Trust zu etwa 5,55 USD. Der Fonds schloss am Montag bei 405,49 USD, das sind rund 13 % unter dem Call.

„Der Skew hat sich deutlich von Puts auf Calls verlagert, im Gegensatz zum Sommer, als Puts teurer waren. Diese Veränderung zeigt sich bereits in den aktuellen Handelsströmen“, sagte Murphy .

Der Skew, der die relativen Preise von Puts und Calls misst, hat sich von Absicherung nach unten hin zu Chancen auf steigende Kurse verschoben.

Allerdings ist die Absicherung nicht ganz verschwunden. Trader kauften rund 25.000 September-350-Puts zu 0,62 USD, also mit einem kleinen Aufschlag, etwa 14 % unter dem aktuellen Preis.

Ob sich der Call-Kauf auszahlt, könnte von den Fed-Sitzungen abhängen. Eine bestätigte Zinspause würde die Wetten auf weitere Aufwärtsbewegungen stützen, während eine überraschend straffe Haltung die November-Calls wertlos machen könnte.

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