Lululemon-Aktie fällt um 18% auf Achtjahrestief nach dritter Prognosesenkung

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Lululemon-Aktie fällt um 18% auf Achtjahrestief nach dritter Prognosesenkung

Die an der Nasdaq gelistete Aktie von Lululemon Athletica (LULU) fiel am 3. September nach Börsenschluss um 18%. Die Aktien sanken auf unter 100 USD, nachdem die dritte Prognosesenkung für 2026 einen Gewinnanstieg in den Hintergrund rückte.

Der Rückgang drückte die Aktie auf den niedrigsten Stand seit etwa acht Jahren, unter das 52-Wochen-Tief. LULU wird damit etwa 80% unter dem Allzeithoch von 511,29 USD gehandelt, das im Dezember 2023 erreicht wurde.

Lululemons dritte Prognosesenkung des Jahres

Lululemon hat bereits dreimal seit März die Jahresaussichten gesenkt. Jede Senkung erfolgte nach einem Quartal, in dem der Gewinn die Erwartungen übertraf, jedoch die Umsätze enttäuschten.

Lululemon kämpft seit 5 Jahren mit Problemen. Bildquelle: Trading ViewLululemon kämpft seit 5 Jahren mit Problemen. Bildquelle: Trading View

Im März prognostizierte das Unternehmen einen Umsatz von 11,35 Milliarden bis 11,50 Milliarden USD. Die Prognose im Juni lag nur noch bei 11,00 bis 11,15 Milliarden USD. Im September wurde diese nochmals reduziert und liegt nun bei 10,35 Milliarden bis 10,50 Milliarden USD.

Der Umsatz im zweiten Quartal sank im Vergleich zum Vorjahr um 4% auf 2,42 Milliarden USD und verfehlte damit die Erwartungen. Der vergleichbare Umsatz fiel global um 10% und in Nordamerika um 12%.

Lululemon unter Druck

Die wiederholten Prognosekürzungen trafen in ein schwieriges Jahr für die Marke. Gründer Chip Wilson führte einen Aktionärsstreit gegen das Board und der frühere Vorstandschef Calvin McDonald verließ das Unternehmen im Januar.

Im Mai sorgte ein Ereignis an der Chinesischen Mauer für Kritik, als eine Trommel fälschlicherweise als japanisches Instrument dargestellt wurde. Außerdem haben die Konkurrenten Alo Yoga und Vuori in Nordamerika weiter Marktanteile gewonnen.

Die interimistische Co-Vorstandschefin und Finanzchefin Meghan Frank nannte Imageschäden als einen Grund für die jüngste Abschwächung.

„Wir sahen negative Kommentare in den Medien und sozialen Netzwerken, was sich auf den Besucherstrom auswirkte und die Resonanz auf einige neue Produkte schwächer als geplant ausfiel."

(Meghan Frank, Interims-Co-CEO und CFO, Lululemon Athletica)

Die neue Vorstandschefin Heidi O'Neill beginnt nächste Woche und übernimmt einen Sanierungsplan, der bisher keine Erfolge zeigt. Lululemon erwartet einen Umsatzrückgang von 10% bis 11% im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr.

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