Irans jüngste Hormuz-Drohung trifft auf einen Anleihemarkt am Rand des Zusammenbruchs

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Irans jüngste Hormuz-Drohung trifft auf einen Anleihemarkt am Rand des Zusammenbruchs

Das iranische Parlament hat einen Plan vorangebracht, Schiffe für die Nutzung der Straße von Hormus bezahlen zu lassen. Dieser Schritt erhöht den Druck auf die Ölmärkte, nur wenige Stunden bevor Washington neue Sanktionen gegen Teheran ankündigen will.

Störungen im Bereich der Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des globalen Ölhandels läuft, würden das Angebot stark beeinträchtigen. Dieser Druck würde auf einen Anleihemarkt treffen, der bereits durch rekordhohe staatliche Verschuldung unter Stress steht.

Irans Parlament plant Gebühren für die Straße von Hormus

Der Ausschuss für nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments unterstützte am Sonntag ein Gesetzesvorhaben. Es sieht vor, dass Schiffe aus Ländern, die die Straße von Hormus nutzen könnten, an Teheran Gebühren für iranische Dienstleistungen zahlen müssen. Das gesamte Parlament muss das Gesetz noch verabschieden, bevor es in Kraft treten kann.

Der Vorschlag folgt auf mehrere Wochen iranischer Rhetorik gegenüber Ländern, die mit dem Druck der USA zusammenarbeiten. Mohsen Rezaei, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Irans, warnte, Teheran werde solche Länder als Feinde betrachten.

Der US-Finanzminister Scott Bessent bereitete in einem Gastbeitrag für die Financial Times die Ankündigung der Sanktionen am Montag vor.

„Im Morgengrauen beginnt ein wirtschaftlicher D-Day, die größte finanzielle Offensive, die je gegen einen Gegner geführt wurde."

— Bessent

Ein Sprecher der Islamischen Revolutionsgarde Irans, Sardar Mohebi, wies die Kampagne als Eingeständnis eines militärischen Scheiterns zurück.

Öl-Trader haben bisher vorsichtig reagiert. WTI-Öl fiel am Montag um 1,3% auf 85,93 USD pro Barrel. Brent gab um 1,87% auf 93,22 USD nach. Die Märkte warteten eher auf Details zu den Sanktionen, als auf die Rhetorik zu reagieren.

Bessent meint, Trader würden die Auswirkungen der Maßnahmen falsch einschätzen. Er ist der Ansicht, dass maximaler wirtschaftlicher Druck die Wahrscheinlichkeit einer militärischen Eskalation senken kann, anstatt sie zu erhöhen.

Ein Anleihemarkt unter Druck

Dieser Druck wirkt sich auf einen Anleihemarkt aus, der bereits fragil war, bevor Gebühren für Hormus ins Gespräch kamen. Die Rendite für 30-jährige US-Staatsanleihen lag im August bei etwa 5,3%. Das ist der höchste Stand seit 2007, weil anhaltende Inflation und steigende Defizite für höhere Renditen sorgen.

Die Rendite für Staatsanleihen liegt bei etwa 5,2%.Die Rendite für Staatsanleihen liegt bei etwa 5,2%. Bildquelle: CNBC

Die US-Staatsverschuldung hat inzwischen die Marke von 40 Billionen USD überschritten, was den Blick auf Washingtons Finanzierungsbedarf verschärft. Höhere Renditen bei länger laufenden Anleihen erhöhen zudem die eigenen Finanzierungskosten der Regierung. Dieser Kreislauf verstärkt die fiskalischen Probleme.

Hohe Ölpreise verschärfen die Situation. Energiepreise beeinflussen die Inflation direkt, wodurch die US-Notenbank weniger Spielraum für Zinssenkungen hat. Anhaltender Druck an dieser wichtigen Wasserstraße würde den Anleihemarkt testen, der dann mit einem weiteren Angebotsschock umgehen müsste.

Wie es weitergeht

Bessents Pressekonferenz am Montag dürfte konkrete Ziele benennen. Entscheidend ist, ob die Sanktionen auch China betreffen, das über 80% der iranischen Ölexporte kauft. Sanktionen gegen chinesische Käufer hätten deutlich größere Folgen für die US-Märkte als Maßnahmen nur gegen den Iran.

Das iranische Parlament muss das Gesetz zu den Gebühren noch verabschieden. Ob Teheran Gegenmaßnahmen ergreift, während Washington Sanktionen verschärft, könnte das weitere Geschehen bestimmen. Dieser Konflikt könnte auf Worte beschränkt bleiben oder zu einem echten Test für Ölversorgung und Anleihemarkt werden.

Lesen Sie die Originalgeschichte Irans jüngste Hormuz-Drohung trifft auf einen Anleihemarkt am Rand des Zusammenbruchs von Darryn Pollock auf de.beincrypto.com