Trump Jr. profitiert jetzt von beiden Seiten der US-Kalshi-Polymarket-Rivalität

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Trump Jr. profitiert jetzt von beiden Seiten der US-Kalshi-Polymarket-Rivalität

Donald Trump Jr. verstärkt seine Verbindung zu Polymarket mit einer neuen Investition von 300 Millionen USD durch 1789 Capital, das Venture-Unternehmen, das ihm gehört. Zudem hat er eine bezahlte Beratungsrolle und Anteile bei der Konkurrenzplattform Kalshi. Damit ist er finanziell an beiden Plattformen beteiligt und profitiert, egal welche Plattform sich durchsetzt.

1789 Capital steuert 300 Millionen USD zur aktuellen Finanzierungsrunde von Polymarket in Höhe von 1 Milliarde USD bei, was die Plattform mit insgesamt 21 Milliarden USD bewertet. Trump Jr. hält zudem separat Anteile an Kalshi, die ihm im Jahr 2025 gewährt wurden und zu diesem Zeitpunkt 300.000 USD wert waren, bevor Kalshis Bewertung auf 22 Milliarden USD stieg.

Berater für beide Seiten

Trump Jr. wurde im Januar 2025 bezahlter strategischer Berater bei Kalshi. Im August desselben Jahres trat er dem Beirat von Polymarket bei, zusammen mit der ersten Investition von 1789 Capital in die Plattform.

Trump Jr's firm led a https://twitter.com/scottmelker/status/2094836720814690371 billion Polymarket raise while he also advises Kalshi

"1789 Capital is putting in about 0 million, adding to a roughly 0 million stake, as the prediction market's valuation rises from billion to billion."

"Interestingly, Polymarket is not… https://t.co/7DNyvHDDAo pic.twitter.com/GVlJwSZ0zL

— The Wolf Of All Streets (@scottmelker) September 1, 2026

Diese Konstellation verschafft dem Sohn des US-Präsidenten finanzielle oder beratende Beziehungen zu den beiden größten Plattformen für Prognosemärkte in den USA. Beide Plattformen konkurrieren um Nutzer und um dieselben regulatorischen Bedingungen.

Front Office Sports hob damals bereits hervor, dass das gleichzeitige Beraten von zwei direkten Konkurrenten eigene Fragen zu Interessenkonflikten aufwirft. Kalshi teilte gegenüber CNBC mit, dass sich die Beratungstätigkeit von Trump Jr. auf die Marketingstrategie und nicht auf regulatorische Fragen beziehe.

Direkter Draht zu den Regulierungsbehörden

Die New York Times berichtete, dass Trump Jr. bei einer internen Veranstaltung im März in New Orleans republikanische Generalstaatsanwälte privat aufgefordert hat, keine Maßnahmen gegen Prognosemärkte zu ergreifen. Laut Aussagen von Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind, begründete er dies damit, dass traditionelle Glücksspielunternehmen aus Eigeninteresse gegen Prognosemärkte vorgehen würden, um ihre eigene Marktposition zu schützen.

Die Commodity Futures Trading Commission hat in diesem Jahr neun Bundesstaaten verklagt, um die staatliche Regulierung von Prognosemärkten zu unterbinden. Acht dieser Bundesstaaten haben demokratische Generalstaatsanwälte. Arizona geht besonders weit und hat im März strafrechtliche Anklage gegen Kalshi wegen unerlaubten Glücksspiels erhoben.

Die Doppelfunktion von Trump Jr. als Berater steht mitten in diesem Streit. Jeder Verlust für Kalshi oder Polymarket auf Landesebene betrifft ein Unternehmen, mit dem er gleich doppelt verbunden ist.

US-Präsident Trump hat die Branche zudem separat unterstützt. Im Mai bezeichnete er Prognosemärkte als neue Klasse von Finanzprodukten. Außerdem argumentierte er, dass die Zuständigkeit der CFTC für diese Märkte bestehen bleiben soll. Die finanziellen Interessen seines Sohnes an beiden führenden Plattformen stehen nun im Mittelpunkt eben dieser politischen Debatte.

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