Die US-Regierung stellt bis zu 215 Millionen USD bereit, um eine Maschine zu entwickeln, die einen Wendepunkt für Quantencomputing markieren könnte — mit langfristigen Folgen für Bitcoin.
Das Department of Energy startete am Donnerstag den Quantum Genesis Q Wettbewerb. Es fordert Privatunternehmen dazu auf, „wissenschaftlich relevante", fehlertolerante Quantencomputer zu zeigen, die mindestens 100 logische Qubits und Hunderte Millionen verlässliche Operationen erreichen.
Das gesamte Programm strebt eine Umsetzung bis 2028 an.
Heutige Quantencomputer sind noch entfernt von Perfektion. Fehler zerstören längere Berechnungen oft schnell. Fehlertoleranz nutzt Fehlerkorrektur, um diese Berechnungen zuverlässig fortzusetzen, daher wird die Technologie für ernste Forschung deutlich hilfreicher.
Für Bitcoin könnte daraus ein kritisches Risiko entstehen.
The Trump administration has just announced the next bold step in advancing quantum computing into mainstream utility: the Q Competition under Quantum Genesis.
— White House OSTP 47 (@WHOSTP47) September 17, 2026
Led by @ENERGY , this competition provides critical incentives to propel American scientists to create humanity’s first…
Die Lücke zum Brechen von Bitcoin ist noch groß
Bitcoin verwendet elliptische Kurvenkryptografie, um zu beweisen, wer Coins ausgeben darf. Ein ausreichend starker Quantencomputer, der Shor’s Algorithmus nutzt, könnte von einem öffentlichen Schlüssel aus rückwärts rechnen und so den privaten Schlüssel ermitteln.
Google-Forscher sagten dieses Jahr, dass das Knacken des bei Bitcoin verwendeten 256-Bit-elliptischen-Kurven-Systems etwa 1.200 bis 1.450 logische Qubits erfordern würde, je nach Aufbau.
Das Department of Energy zielt auf mindestens 100 ab. Auch das Erreichen dieses Ziels würde zeigen, dass große, fehlertolerante Quantenberechnungen in nennenswertem Umfang funktionieren können.
Bitcoins schwierigstes Problem könnte das Upgrade sein
Das Risiko wächst, wenn diese Maschinen größer werden. Schätzungen zur Gefährdung von Bitcoin unterscheiden sich.
Glassnode berechnete im Mai, dass etwa 6,04 Millionen BTC, also 30,2 % des ausgegebenen Angebots, schon in Outputs liegen, bei denen der öffentliche Schlüssel auf der Blockchain sichtbar ist. Diese Coins wären die offensichtlichsten Ziele, sobald das Knacken von Schlüsseln mit Quantencomputern möglich wird.
Bitcoin's Quantum threat is a PR problem, not a technical one. That's according to Oxford computer scientist @StefanoGogioso .
— BeInCrypto (@beincrypto) July 23, 2026
Even if 75% of all crypto is quantum-resistant, the moment one Satoshi-era coin moves, the market could lose trillions.
If there's 1% chance that… pic.twitter.com/GMIeEK3s83
Bitcoin-Entwickler diskutieren bereits über Schutzmaßnahmen. Die Entwürfe BIP 360 und BIP 361 zeigen Wege, wie die Sichtbarkeit öffentlicher Schlüssel reduziert und langfristig von den heutigen, anfälligen Signatursystemen abgerückt werden kann.
So eine Umstellung würde Wallets, Börsen, Verwahrstellen und Nutzer betreffen. Sie könnte Jahre dauern.
Der Wettbewerb des Department of Energy bringt fehlertolerantes Quantencomputing näher an ein reales technisches Ziel heran. Bitcoin hat laut aktueller Hardware und Forschungsschätzungen noch Zeit.
Der Zeitpunkt ist weiterhin unklar, deshalb wird die Debatte über die Umstellung immer drängender.
Lesen Sie die Originalgeschichte USA starten 215-Millionen-USD-Quantum-Initiative: Droht Bitcoin Gefahr? von Mohammad Shahid auf de.beincrypto.com