Deutsche Sparkassen ermöglichen ab sofort den Krypto-Handel direkt in ihren Apps. Dies geschieht über die DekaBank, das Wertpapierhaus der Sparkassen. Kunden können fünf digitale Vermögenswerte kaufen und verkaufen, ohne ihre gewohnte Banking-App verlassen zu müssen.
Mit diesem Angebot stehen digitale Vermögenswerte erstmals direkt neben dem Alltagsbanking für Kunden, die bisher noch nie mit Kryptowährungen gehandelt haben. Allerdings gibt es dabei besondere Risiken, da diese Vermögenswerte nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind.
Wie Kunden der Sparkassen mit Krypto handeln können
Die Verwahrung bedeutet, dass digitale Vermögenswerte für die Kunden sicher aufbewahrt werden. Ein Anbieter verwaltet die privaten Schlüssel, die den Zugang zu diesen Vermögenswerten sichern. Bei diesem Angebot verwahrt die DekaBank die Vermögenswerte zentral für ihre Kunden.
Das Angebot umfasst fünf Coins: Bitcoin, Ethereum, XRP, Solana und Polygon. Es richtet sich an selbstbestimmte Investoren, eine Beratung findet in den Sparkassen nicht statt.
🚨𝗝𝗨𝗦𝗧 𝗜𝗡: 🇩🇪 Germany’s largest banking group Sparkassen is launching crypto trading for over 40 million customers.
— DustyBC Crypto (@DustyBC) October 19, 2026
The service will provide access to major digital assets, such as $BTC , $ETH , $XRP and $SOL . pic.twitter.com/jDtGzson70
Für jeden Handel stellt die DekaBank einen verbindlichen Kurs, der für kurze Zeit garantiert wird. Der Handel ist dabei nicht an feste Börsenzeiten gebunden, Wartungsfenster und Marktstörungen können den Zugang jedoch kurzzeitig einschränken.
Kunden können die ausgewählten Coins eigenständig kaufen und verkaufen, solange das System verfügbar ist.
Mehr als 230 Sparkassen haben laut Berichten Interesse gezeigt, bisher nehmen fünf daran teil. Der Kunden-Service ist von Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 18:00 Uhr und am Freitag bis 17:00 Uhr erreichbar.
Sind die Risiken zu beachten?
Im Chainalysis 2026 Global Crypto Adoption Index belegt Deutschland den 13. Platz insgesamt. Damit sind deutsche Nutzer ein relevanter Teil des Marktes.
Für Deutschland eröffnet der Sparkassen-Start diesen Nutzern einen vertrauten Zugang zum Krypto-Handel.
Krypto-Vermögenswerte sind nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, zudem kann der Kurs so stark schwanken, dass ein Totalverlust möglich ist. Die DekaBank warnt außerdem, dass einzelne Handelsaufträge sich verzögern oder zum gewünschten Zeitpunkt beziehungsweise Kurs nicht durchgeführt werden können.
Die Verwahrung funktioniert anders als bei einer Bankeinlage. Die privaten Schlüssel werden gemeinsam in einer Omnibus-Wallet verwaltet. Auszahlungen sind nur an genehmigte Krypto-Anbieter möglich.
Steuern sind ein weiterer Aspekt. Nach aktueller Regelung sind private Gewinne aus Krypto-Verkäufen bis zu einem Freibetrag von 1.000 EUR im Jahr steuerfrei. Die Steuerbehandlung hängt jedoch von der persönlichen Situation ab und kann sich ändern.
Das Angebot könnte noch mehr Aufmerksamkeit erhalten, wenn weitere Banken teilnehmen, auch wenn die Zahl der beteiligten Sparkassen bislang klein ist.
Lesen Sie die Originalgeschichte Sparkasse: Savings Banks ermöglichen Krypto-Handel in Deutschland neben klassischem Bankgeschäft von Luis Blanco auf de.beincrypto.com