Der Soldat, VPN und der 400.000-USD-Test: Polymarket-Ermittlung rückt Reichweite der CFTC in den Fokus

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Der Soldat, VPN und der 400.000-USD-Test: Polymarket-Ermittlung rückt Reichweite der CFTC in den Fokus

Die US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) nimmt offenbar eine Untersuchung zu Polymarket wieder auf. Der mutmaßliche Fall eines Soldaten mit einer Investition von 400.000 USD mit Insiderwissen stellt nun die Aufsicht der CFTC über Prognosemärkte auf die Probe.

Zwei Quellen teilten Reuters mit, dass die Behörde prüft, ob Polymarket sein Versprechen aus dem Vergleich von 2022 eingehalten hat, US-Trader zu blockieren. Darüber hinaus betrifft der überprüfte Rahmen auch die in den USA für die CFTC lizenzierte Börse.

Wie geriet das VPN eines Soldaten in den Fokus der CFTC?

Staatsanwälte behaupten, dass Master Sgt. Gannon Ken Van Dyke geheime Informationen über den Angriff auf Maduro nutzte, um bei Polymarket zu wetten.

Er soll etwa 33.000 USD für 13 Investitionen vor dem Einsatz im Januar ausgegeben haben, bei dem der venezolanische Präsident Nicolás Maduro festgenommen wurde. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erzielte er daraus einen Gewinn von 409.881 USD.

BREAKING: The DOJ has arrested a special forces soldier who made 0,000 betting on the removal of Venezuelan President Nicolas Maduro, according to ABC.

Federal investigators say the soldier bet more than ,000 just hours before Trump announced Maduro's capture.

The special… pic.twitter.com/VXiBUraqz6

— Collin Rugg (@CollinRugg) April 23, 2026

Außerdem soll er das Konto über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) eröffnet haben, das den Standort des Nutzers verschleiert. Allerdings erklärt Polymarket, dass die eigenen Regeln solche Umgehungen verbieten.

Van Dyke plädierte auf nicht schuldig. Seine Anwälte argumentieren stattdessen, die Investitionen seien Event-Verträge und keine Swaps, also Derivate, die unter die Regulierung der CFTC fallen.

Was bedeutet die Polymarket-Untersuchung für den Einfluss der CFTC?

Richterin Margaret Garnett lehnte diese Woche laut Courthouse News einen Antrag auf Abweisung ab. Ihrer Ansicht nach könne die Frage, ob es sich um Swaps handelt, zu diesem Zeitpunkt nicht endgültig geklärt werden.

Die Auseinandersetzung geht daher vor Gericht, wobei eine Verhandlung vorläufig für den 7. Dezember angesetzt ist. In der Zwischenzeit teilt Polymarket mit, dass die Kontrollen überarbeitet wurden und die fraglichen Investitionen den Behörden gemeldet wurden.

Im vergangenen Jahr beendeten CFTC und Justizministerium ähnliche Untersuchungen jedoch ohne Anklage. Polymarket gab eine Woche nach der Aussage von CEO Shayne Coplan, die Ermittlungen seien abgeschlossen, bekannt, dass eine von der CFTC lizenzierte Börse übernommen wurde.

David Miller, Direktor für Durchsetzung bei der CFTC, machte im März deutlich, dass er Prognosemärkte entschlossen überwachen will. Unabhängig davon wirft eine Klage in New York dem US-Betreiber von Polymarket vor, ein illegales Glücksspielangebot zu betreiben.

Reuters weist darauf hin, dass die Branche unter unterstützender US-Politik stark gewachsen ist. Allerdings haben demokratische Abgeordnete Bedenken wegen Insiderhandels geäußert. Der parlamentarische Aufsichtsausschuss führt zudem eine Untersuchung zu Insiderhandel, in der auch Polymarket genannt wird.

Ein Sieg im Verfahren zur Swaps-Theorie könnte den Einfluss der CFTC auf Event-Verträge stärken. Eine Niederlage könnte diesen jedoch begrenzen, auch wenn ein einzelner Fall die umfassende Frage nicht abschließend klären wird.

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