Michael Saylor sagt, MicroStrategy hält jetzt mehr Reservekapital als alle Finanzunternehmen im S&P 500 bis auf eines. Die Ausnahme ist Berkshire Hathaway.
Diese Aussage beruht auf einem Maßstab, den das Unternehmen selbst entwickelt hat. Die eigene Investoren-Präsentation von MicroStrategy kommt auf eine Summe, die um 15 Milliarden USD niedriger liegt.
Wie MicroStrategy hierher gekommen ist
MicroStrategy hält 845.050 BTC. Der erste Bitcoin-Kauf im August 2020 waren 21.454 Coins für 250 Millionen USD. Dieser Bestand ist jetzt ungefähr 65,2 Milliarden USD wert. Am 31. August hat MicroStrategy die Käufe nach einer 10-wöchigen Pause mit weiteren 4.603 Coins für 370 Millionen USD wieder aufgenommen.
Wenn man 6,7 Milliarden USD an Dollar-Vermögenswerten hinzufügt, erreicht die Reserve 72,3 Milliarden USD. Vorstandschef Phong Le nannte am selben Tag rund 72 Milliarden USD, daher ist diese Zahl stimmig.
Summer is usually slow, but we’ve been busy @Strategy over the last 2 months: Bitcoin and USD assets are up 34% to B, net leverage down to 0%, and back to buying BTC. $MSTR has outperformed BTC and our prefs are paying dividends and up 10%+. Fall could be quite interesting.
— Phong Le (@phongle) September 2, 2026
Le betonte außerdem einen Nettohebel von null. Auch die Präsentation bestätigt das. Die Dollar-Vermögenswerte in Höhe von 6,714 Milliarden USD entsprechen der Gesamtschuld von 6,714 Milliarden USD fast genau, nachdem das Unternehmen seine Dollar-Reserven bis August aufgebaut hatte.
„Strategy hat jetzt mehr gesamtes Reservekapital als jedes andere Finanzdienstleistungsunternehmen im S&P 500 außer Berkshire Hathaway. $MSTR", sagte Saylor.
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Bitcoin (BTC) liegt aktuell bei rund 77.203 USD, das Tagestief beträgt 0,08% im Minus. MSTR wurde am Mittwoch bei etwa 122,30 USD gehandelt, das entspricht einem Minus von 2,1%. Die Aktie fiel etwas stärker als der Coin, wie es bei geringerer Dynamik üblich ist.
Investoren hatten den Aufbau der Cash-Reserven Ende August mit einem Anstieg von MSTR auf rund 140 USD honoriert.
Die Kennzahl ist MicroStrategys eigene
Das gesamte Reservekapital schließt vorrangige Ansprüche aus den liquiden Reserven aus. Einlagen zählen für Banken als vorrangige Ansprüche. Daher weist JPMorgan etwa minus 1,35 Bio. USD aus.
Im Chart liegt MicroStrategy bei 66 Milliarden USD. Laut Präsentation vom 30. August gibt es 21,5 Milliarden USD an vorrangigen Ansprüchen, darunter 14,8 Milliarden USD an Vorzugsaktien, und ein Nettoreservekapital von 50,7 Milliarden USD. Der Wert von 66 Milliarden USD gilt nur dann, wenn die Vorzugsaktien nicht dazugezählt werden. Bankeinlagen bleiben erhalten.
Die gleiche Auswahl sorgt auch für ein besseres Verhältnis. Im Chart stehen die Reserven beim 10,75-Fachen der vorrangigen Ansprüche. Rechnerisch sind es mit Vorzugsaktien nur noch 3,4.
MicroStrategy weist selbst darauf hin. Die Präsentation bezeichnet diese Kennzahlen als zusätzliche Messgrößen mit erheblichen Einschränkungen, die keine Bilanzierungsstandards sind.
Die Meldung von Berkshire zeigt zum 30. Juni 365,5 Milliarden USD in Barbestand und Treasury Bills. Diese Zahl kann geprüft werden. Die Platzierung darunter hingegen nicht.
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