Apple: Ex-Mitarbeiter gab geheime Dateien an OpenAI weiter

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Apple: Ex-Mitarbeiter gab geheime Dateien an OpenAI weiter

Im Rechtsstreit zwischen Apple und OpenAI gab es diese Woche neue Beweise. Apple wirft einem ehemaligen Ingenieur vor, Dateien gelöscht zu haben, nachdem er von internen Untersuchungen erfahren hatte.

Der Streit betrifft jetzt mehr als 400 ehemalige Beschäftigte von Apple, die bei Sam Altmans KI-Labor arbeiten. Viele von ihnen arbeiten Berichten zufolge am geheimen Hardware-Projekt für Verbraucher von OpenAI.

Neue Beweise im Rechtsstreit

Apple reichte im Juli im Northern District of California Klage gegen OpenAI ein. In der Klage wird der Ingenieur Chang Liu genannt, der angeblich nach seinem Ausscheiden Zugriff auf Apple-Dateien behalten haben soll.

Apple hat Lius alten Arbeitslaptop an forensische Sachverständige übergeben. Die entscheidenden Beweise bleiben jedoch weiterhin in den öffentlichen Gerichtsakten geschwärzt.

SHOCKING EVIDENCE FOUND BY APPLE AGAINST OPENAI OF STEALING ITS DATA

The company has accused OpenAI and two former Apple employees of stealing its confidential data as OpenAI ventures into consumer hardware.

Both employees Chang Liu and Tang Yew Tan held senior positions at… pic.twitter.com/rqirZ7h1BF

— Bull Theory (@BullTheoryio) September 1, 2026

Das Unternehmen sagt außerdem, Liu habe im Juni OpenAI-Kollegen Yu-Ting Peng gebeten, Beweise zu löschen. In früheren Akten finden sich Textnachrichten, in denen Liu mit weinend-lachenden Emojis antwortete. Diese Einzelheit ist bedeutsam, weil OpenAI argumentiert, dass neue Mitarbeiter ihren verbliebenen Zugang nie bemerkt hätten.

Dieser Schritt ergänzt Apples bisherigen Antrag auf forensische Aufsicht von OpenAI. Elon Musk griff den Fall sofort auf; er und Sam Altman tauschen wenige Tage nach der Klage Beschimpfungen auf X aus.

OpenAI: Apple hat den Wettstreit um Talente verloren

OpenAI bat den Richter am 6. August, die Klage abzuweisen. Das 31-seitige Schreiben setzt dabei besonders auf ein zentrales Argument.

„Apple sollte es nicht erlaubt sein, eine unbegründete und vorgeschobene Klage zu nutzen, um eigene Schwächen bei der Gewinnung und Bindung von Talenten und beim Einbau von KI in die eigenen Produkte auszugleichen", so der Antrag von OpenAI auf Klageabweisung, zitiert nach Axios

Das Labor argumentiert, dass die eigenen Zugangskontrollen von Apple die Ursache für den Vorfall sind. Daher bezeichnet OpenAI die Wechsel als normalen Personalwechsel, nicht als Diebstahl.

Die Einstellungsbilanz stützt dieses Argument: OpenAI zahlte 6,5 Milliarden USD für das Start-Up io von Jony Ive, und ehemalige Apple-Führungskräfte leiten nun den Hardwarebereich von OpenAI.

Investoren haben die Klage von Apple gegen OpenAI bisher unbeachtet gelassen. Die Apple-Aktie (AAPL) schloss am Montag bei 316,85 USD und damit 0,89 % tiefer am Tag. Allerdings liegt das Papier im laufenden Jahr weiterhin mit 16,38 % und im vergangenen Monat mit 3,95 % im Plus. Im vorbörslichen Handel am Dienstag blieb die Entwicklung stabil.

Apple OpenAI Rechtsstreit AAPL Aktien-ChartApple OpenAI Rechtsstreit AAPL Aktien-Chart. Quelle: TradingView

Jede Neueinstellung bei OpenAI wird genau beobachtet, wie ein Viral-Gerücht zur Rekrutierung im August zeigte. Das Interesse der Wall Street an Mega-Konzernen hat in diesem Jahr nachgelassen, dennoch steigt die Apple-Aktie weiterhin.

Der Rechtsstreit zwischen Apple und OpenAI spitzt sich angesichts der Zeit bis zu den nächsten Produktveröffentlichungen zu. Apple fordert eine einstweilige Verfügung, bevor OpenAI ein Gerät auf den Markt bringt. OpenAI hingegen will die Klage abweisen lassen, bevor im Zuge der Beweisaufnahme der Hardware-Fahrplan bekannt wird.

Der separate Rechtsfall von Musk gegen OpenAI hat bereits gezeigt, wie groß die Reichweite solcher Auseinandersetzungen sein kann.

Lesen Sie die Originalgeschichte Apple: Ex-Mitarbeiter gab geheime Dateien an OpenAI weiter von Phil Haunhorst auf de.beincrypto.com