Drei Altcoins: Grayscale sieht Chancen durch neue US-Token-Regeln

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Drei Altcoins: Grayscale sieht Chancen durch neue US-Token-Regeln

Grayscale Research sagt, drei Altcoins könnten die größten Gewinner der neuen US-Token-Regeln werden. Der Asset-Manager nennt Ethereum (ETH), Solana (SOL) und BNB Chain.

Die Securities and Exchange Commission (SEC) schlug am Dienstag eine neue Regulierung für Krypto-Vermögenswerte vor, mit dem Namen Reg Crypto. Der Plan soll Start-ups erlauben, neu ausgegebene Token an US-Investoren zu verkaufen, nachdem dies jahrelang ohne klaren Weg nicht möglich war.

Warum Grayscale ETH, SOL und BNB als Gewinner sieht

Grayscale veröffentlichte seine Einschätzung nur wenige Stunden, nachdem die SEC ihren Vorschlag veröffentlicht hatte. Die Argumentation von Grayscale ist einfach: Legale Token-Verkäufe würden Gründer und Investoren auf die Blockchain bringen. Die Netzwerke, auf denen diese Verkäufe stattfinden, würden dadurch eine höhere Aktivität und Wertsteigerung erfahren.

Die Nachfrage zeigt bereits, was möglich ist. Mehr als 1.500 Projekte haben zusammen 12,9 Milliarden USD durch Initial Coin Offerings (ICOs) eingesammelt. Diese Zahl stammt aus Forschungen des National Bureau of Economic Research (NBER). Die größte Welle gab es 2017 und 2018. Später verlagerten sich Fundraising-Modelle jedoch ins Ausland, und US-Investoren hatten darauf keinen Zugang mehr.

„Die SEC hat gerade neue Krypto-Regulierungen vorgeschlagen. Seit dem ICO-Boom 2017 fehlten in den USA Regelungen für tokenbasierte Fundraisings. ‚Reg Crypto' würde das ändern", schrieb Grayscale in einem Beitrag.

Der Markt bewegt sich bereits. ETH wird aktuell bei etwa 2.123 USD gehandelt und konnte in 24 Stunden um 9,9 % steigen. SOL steht bei 82,47 USD und BNB liegt nahe 618 USD.

Grayscale hat zudem in diesen Trend investiert. In diesem Monat machte das Unternehmen BNB zu seiner größten Fondsposition im Smart Contract Fund, mit einer Gewichtung von 30,6 %.

Was sich mit den neuen US-Token-Regeln ändern würde

Reg Crypto sieht zwei Wege zur Kapitalaufnahme vor. Start-ups könnten mit einer einmaligen Option über vier Jahre bis zu 5 Millionen USD einsammeln. Eine zweite Möglichkeit erlaubt es, jährlich bis zu 75 Millionen USD zu erhalten. Hierfür sind allerdings Finanzberichte und laufende Meldungen notwendig.

Der Vorschlag ermöglicht zudem, dass Token ihren Status als Wertpapier verlieren können. Das gilt, sobald der Herausgeber alle wesentlichen Managementaufgaben erfüllt hat. Diese Regelung nennen die Behörden Safe Harbor für Investmentverträge.

Gerade diese Ausstiegsfrage war der Auslöser für den langjährigen Rechtsstreit der SEC mit Ripple über XRP. Die neuen SEC-Krypto-Regeln bieten nun eine schriftliche Antwort darauf.

SEC-Kommissar Mark Uyeda unterstützte den Kurswechsel. Er sagte, klare Regeln sollten den Anreiz für Gründer senken, ihre Projekte ins Ausland zu verlagern. Der neue Vorschlag ersetzt außerdem Teile des CLARITY Acts. Dieses umfangreichere Marktschutzgesetz ist im Senat auf September verschoben.

Eine 60-tägige Kommentierungsfrist beginnt, wenn der Plan im Federal Register eingetragen ist. Eine gesonderte Ausnahme für Innovation bei Handelsregeln wird für später in diesem Jahr erwartet. Die nächste Frage ist daher einfach: Werden US-Gründer ihre Kapitalaufnahmen wirklich auf die Blockchain bringen?

Lesen Sie die Originalgeschichte Drei Altcoins: Grayscale sieht Chancen durch neue US-Token-Regeln von Lockridge Okoth auf de.beincrypto.com