Der 18-Jahre-Wohnungszyklus: Der nächste Markteinbruch steht kurz bevor

BeInCrypto
Open on BeInCrypto
Der 18-Jahre-Wohnungszyklus: Der nächste Markteinbruch steht kurz bevor

Investoren beobachten Aktien und den Bitcoin-Kurs auf das nächste große Hoch. Der bekannte Makro-Analyst Jason Pizzino meint, die erste Warnung kommt bereits vom US-Immobilienmarkt.

Seine These stützt sich auf einen 18-jährigen Immobilienzyklus, der aus etwa 220 Jahren US-Verkaufsdaten abgeleitet wurde. Der aktuelle Zyklus begann um 2011/2012 und sieht den Höhepunkt des Immobilienmarktes in den Jahren 2025 bis 2026, mit einem möglichen Tiefpunkt um 2029 bis 2030.

„Sobald alle investiert sind, sind Sie am Höhepunkt", sagte Pizzino.

Die aktuellen Daten beweisen den Zyklus zwar nicht, machen die These jedoch schwerer abzuweisen. Die US-Hauspreise stiegen im Juni um 1,5 % im Jahresvergleich, sind inflationsbereinigt aber den 13. Monat in Folge gefallen.

Die Verkäufe neuer Häuser im Juli sind um 10,5 % gesunken. Der Medianpreis fiel auf 393.800 USD, den niedrigsten Wert seit fünf Jahren. Das Vertrauen der Bauunternehmen liegt bei 35, also weit unter dem neutralen Wert von 50.

18-jähriger US-Immobilien- und Wirtschaftszyklus18-jähriger US-Immobilien- und Wirtschaftszyklus. Quelle: Substack

Zuerst Immobilien, dann könnten Aktien folgen

Pizzinos wichtigstes Signal ist D.R. Horton. Der Baukonzern hatte im letzten Immobilienzyklus vor dem breiteren Markt sein Hoch erreicht. Ein weiteres Hoch Ende 2024, gemäß demselben Muster, könnte auf ein Aktienmarkt-Hoch Ende 2026 oder Anfang 2027 hindeuten.

D.R. Horton schloss am Freitag bei 142,75 USD. Pizzino meint, ein Kurs unter etwa 130 USD würde seine These zusätzlich stützen.

Aktien stehen weiterhin fast auf Rekordniveau. Der S&P 500 schloss am Freitag bei 7.718,60 Punkten, etwa 1 % unter seinem Rekord vom 13. August. Starke Arbeitsmarktdaten für August erhöhten zudem die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank im September auf rund 60 %.

D.R. Horton monatlich mit 27-Monats-MessungD.R. Horton monatlich mit 27-Monats-Messung. Quelle: YouTube

Bitcoin ist der Joker

Der Bitcoin-Kurs liegt aktuell bei rund 79.700 USD, also deutlich über dem Juli-Tief von etwa 57.700 USD. Zudem hat Bitcoin den 200-Tage-Durchschnitt zurückerobert.

Pizzino glaubt, Bitcoin könne weiter steigen, allerdings mit geringeren Renditen. Sein grobes Szenario sieht von dem Juli-Tief aus einen Anstieg auf etwa 120.000 USD. Einen Kurs von 180.000 USD hält er für deutlich schwieriger, falls sich der Kreditmarkt weiter einengt.

Ein anderer Analyst, Benjamin Cowen, ist vorsichtiger und sieht den Zyklus nicht als klares Handelssignal.

„Ich kaufe jeden Monat Indexfonds … selbst wenn ich glaube, dass es zu einer Korrektur kommt", sagte Cowen.

Das könnte der wichtigste Punkt sein. Der Zyklus liefert Investoren eine Warnzone, aber kein Ablaufdatum. Pizzinos eigener Rat ist schlicht: Sie sollten einen Plan haben, bevor der Kredit verschwindet.

„Handeln Sie in dem Markt, den Sie haben", sagte Cowen, „nicht in dem, den Sie sich wünschen."

Lesen Sie die Originalgeschichte Der 18-Jahre-Wohnungszyklus: Der nächste Markteinbruch steht kurz bevor von Jakub Dziadkowiec auf de.beincrypto.com